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Motorsport in der Oberschwabenkaserne:

Trotz Regenwetter schnelle Slalomläufe auf dem Rollfeld

Automobil-Slalom-Meisterschaftsläufe des Rallye-Racing-Team Scheer  verlaufen ohne Unfälle – insgesamt beteiligten sich 71 Rennfahrer

MENGEN (di) – In dem noch jungen Motorsportjahr veranstaltete das Rallye-Racing-Team Scheer eine Woche nach dem 1. Gögginger ADAC-Jugend-Moto-Cross auf dem Rollfeld der Oberschwabenkaserne seinen 56. und 57. Automobilslalom. Diese Doppel-Veranstaltung, an denen sich Jedermann bzw. Jedefrau beteiligen konnte sind Bestandteile der Württembergischen ADAC-Meisterschaft und einer regionalen Meisterschaft die sich Schwäbischer-Alb-Pokal nennt. Zusätzlich wurde die Slalomveranstaltung am Vormittag noch zum ADAC-Slalom-Pokal Südwest gewertet. Zu Beginn der neuen Motorsportsaison waren die Scheerer DMSB-Rennen nach Reutti (Neu-Ulm) die 2. Station der 9-teiligen Meisterschaftsserie. Angesichts der miserablen Wetterlage – es regnete den ganzen Tag – war die Teilnehmerzahl mit 45 bzw. 26 Teilnehmern und Teilnehmerinnen durchschnittlich.

Bei der durch den Dauerregen stets nassen und mit Pfützen gefüllten Fahrbahn musste der mehrfache Mengen-Sieger und 13-fache Slalommeister des Schwäbischen-Alb-Pokals, Franz Hauber aus Pfronten im Allgäu, eine Niederlage gegen Andreas Höpfl (Dettingen an der Iller) einstecken. In dieser Klasse H (Rennfahrzeuge) standen drei OPEL-Fahrer auf dem Podest. Allerdings dominierten für einmal nicht die siegesgewohnten C-Kadett´s: Höpfl schaffte Dank eines perfekt gelungenen 2. Laufes mit seinem wendigen und superschnellen Corsa das Kunststück den Seriensieger aus dem Allgäu noch abfangen zu können. Platz 3 sicherte sich mit Norbert Haas aus Schonach ein schneller und konstanter Schwarzwälder, ebenfalls auf einem weiteren Kadett. Toll in Szene setzte sich auf der rutschigen Fahrbahn Thomas Kohler (Friedrichshafen): Auf dem betagten und legendären Sportwagen FIAT X 1/9 mit Mittelmotor fegte er wie eine wilde Hornisse über den Kurs und siegte dann verdient bei den Rennwagen der Gruppe H bis 2000 ccm Hubraum. Knapp an ein3m Top-Ten-Ergebnis wegen eines Pylonenfehlers schrammte Christian Engesser (Überlingen) vorbei. Engesser startet ebenfalls in der sonst dominierenden Kadett-Klasse der Gruppe H bis 2000 ccm Hubraum. Dritter der Kategorie Rennfahrzeuge, Gruppe H bis 1600 ccm, wurde der Wahlwieser Rolf Rath auf seinem feuerroten Honda-Civic EE9.
Im 2. Rennen welches gleich im Anschluss der Siegerehrungen des Vormittagsprogrammes gestartet wurde, waren die schnellen Runden um die Pylonen herum keinesfalls leichter zu erreichen – es regnete weiterhin. Auch dieses Rennen kann ebenfalls in der Rubrik der Wasserschlachten eingeordnet werden.
Erneut war auf dem Flugplatzkurs innerhalb der Oberschwaben-Kaserne die Equipe der schnellen Kadett´s tonangebend. Nach der bitteren Niederlage des ersten Rennens, verursacht durch einen Torfehler, revanchierte sich Udo Rettenberger (St. Georgen) und siegte in souveräner Manier vor OPEL-Teamkollege Thomas Schmid (Offingen) und Franz Hauber. Von den Slalomfahrern aus der Region setzte sich erneut Thomas Kohler als erneuter Gruppensieger in Szene. Im Rennen der seriennahen Slalomfahrzeuge überzeugte Michael Rampp aus Uhldingen am Bodensee. Großes Pech hatte der Einheimische Timo Maier vom MSC Göge: Schon beim Trainingslauf streikte das Getriebe des BMW. Slalom-Debütant Hans-Peter Müller (Riedlingen) hatte mit der Streckenführung so seine liebe Mühe und versäbelte durch 2 Torfehler in seinen Wertungsläufen ein besseres Resultat.

In den in früheren Jahren heiß umkämpften Damenwertung herrschte in Mengen diesmal müdes Gähnen: Einzig und allein steuerte Natalie Sauter (RT-Ebersbach) ihren VW Polo im zweiten Rennen in die Punkteränge. In der Vormittags-Veranstaltung erreichte keine der weiblichen Pylonenjägerinnen das Ziel in Wertung.

Leider hat das RRT Scheer derzeitig keinen Slalomfahrer in seinen Reihen. Unter den Motorsportlern aus der Donaustadt steht momentan der Motorradrennsport mit Moto-Cross und Supermoto höher im Kurs: So findet nach der gerade durchgeführten Jugend-Moto-Cross-Premiere in Göggingen am ersten September-Sonntag wieder das beliebte Supermoto auf dem Areal der Stadthalle in Sigmaringen statt. Noch vorher, Ende Juli, ist auf dem gepachteten Moto-Cross-Gelände in Göggingen ein Jugend-Trainingslager mit Sommerfest und Fahrerlehrgang in Planung.

Nach Ende der Veranstaltung resümierten Vorstand und Sportleiter Wunibald Blender (Mengen-Ennetach), Rennleiter Walter Viecenz (Sigmaringen) und Streckenobmann Raimund Röcker (Laucherthal) übereinstimmend: „Heute hatten wir das Wetter bei Leibe nicht auf unserer Seite. Trotz dem vielen Nass konnten die Veranstaltungen problemfrei und unfallfrei durchgezogen werden. Natürlich konnten wir unter diesen Bedingungen keine Rekordteilnehmerzahl erwarten.“

Insgesamt waren 40 RRT-Funktionäre und Helfer im Einsatz und sorgten für einen reibungslosen Motorsporttag.

Für die Slalom-Asse der Region Südwest steht schon in einer Woche das nächste Slalom-Meeting in Onsmettingen auf der Schwäbischen Alb an. 

Rallye-Racing-Team Scheer e.V. im ADAC

Michael Dichtl

- Schriftführer -

                                

Die Überraschung des Tages gelang Andreas Höpfl # 14 – mit dem        Die Wasserschlacht auf dem Rollfeld – Matthias Ried aus Leutkirch auf
OPEL Corsa  schlug er die ganze Equipe der Kadettfahrer.            OPEL Manta

Abteilung Slalom

Alljährlich veranstaltet dass RallyeRacingTeam Scheer in der Oberschwaben-Kaserne Mengen eine Doppelveranstaltung im Automobilslalom. Slalomsport ist Motorsport für Jedermann. Das heißt, das Auto benötigt keine speziellen Einbauten wie beim Rallye-Sport (Käfig, Löschanlage, H-Gurte, etc.).
Der Fahrer ist lediglich mit einem Schutzhelm ausgerüstet und er muss eine Veranstaltungslizenz für den Slalomtermin beziehen. Weitere Information gibt es beim ADAC oder beim Vereinsstammtisch (Letzter Freitag im Monat im Delphino).

Motorsport in der Oberschwabenkaserne:
Automobil-Slalom-Meisterschaftsläufe des Rallye-Racing-Team Scheer e.V. im ADAC

SCHEER (di) – In dem noch jungen Motorsportjahr veranstaltete das Rallye-Racing-Team Scheer auf dem Rollfeld der Oberschwabenkaserne seinen 54. und 55. Automobilslalom. Diese Doppel-Veranstaltung, an denen sich Jedermann bzw. Jedefrau beteiligen konnte sind Bestandteile einer regionalen Meisterschaft die sich Schwäbischer-Alb-Pokal nennt. In der noch jungen Motorsportsaison waren die Scheerer DMSB-Rennen nach Reutti und Onstmettingen die 3. Station der 13-teiligen Meisterschaftsserie. Dementsprechend war die Teilnehmerzahl mit 51 bzw. 47 Fahrer und Fahrerinnen überdurchschnittlich gut. Auf dem schnellen Flugplatz-Circuit ging nach dem ersten Rennen am Vormittag das Slalom-Ass Franz Hauber aus Pfronten als Sieger hervor. Der 10-fache Meister des „Schwäbischen-Alb-Pokals“ und letztjähriger Mengen-Sieger zeigte bei seinem Tagessieg eine bestechende Performance – Hauber vollbrachte das Kunststück in seinen beiden Einzelläufen eine minimale Laufzeit-Differenz von 1/100 Sekunden herauszufahren. Diese eindrucksvolle Parade bedeuteten für den Kadett-Fahrer aus dem Allgäu 2 Mal Laufbestzeit und damit hoch verdienter Tagessieger. Den 2. Platz belegte Hauber´s Markenkollege Christian Eugesser vom Autoclub Kaiserstuhl. Den Hattrick-Erfolg der Klasse H 14 komplettierte BMW-Akteur Jakob Schleißheimer von der Scuderia Lindau. Bestes Slalom-Ass aus der näheren Region war bei noch schönem Frühjahrswetter Uli Fechter aus Meßstetten auf seinem Porsche 911. Lokalmatador Jürgen Jellen aus Sigmaringendorf chauffierte seinen Honda EE9 auf den 8. Gesamtrang und sicherte sich den Klassensieg der Gruppe H13 (über 2000 ccm Hubraum).
Im 2. Rennen welches nach der kurzen Mittagspause gestartet wurde, war durch die Witterungseinflüsse nicht mehr optimal: Die Rennfahrer fanden um die Pylonen herum eine teilweise nasse und dadurch rutschige Fahrbahn vor – die Rundenzeiten vielen in den Keller.  Diese Bedingung nützte Altmeister Reinhard Nuber voll aus und gewann in überlegener Manier. Der BMW-Driver von der Sportfahrergemeinschaft Argental setzte 2 Mal die Bestzeit vor den Porsche 997 GT3-Fahrern Dieter Traub (Neu-Ulm) und Dirk Baur (Bisingen). Erst auf dem 4. Platz reihte sich Rolf Ziegler aus Bad Wurzach ein. Er war der Schnellste aus der sonst siegesgewohnten Meute der reinrassigen und superschnellen Opel-Kadett-Treter. Hauber sowie Eugesser scheiterten im Regen und mussten mit den ungewohnten Gesamträngen 44. bzw. 36. vorlieb nehmen.  
In der Damenwertung waren die BMW-Fahrerinnen in Siegerlaune. Beide Rennen gewann Carina Teuchert vom AC Kaiserstuhl. Caroline Scholler aus Vöhringen, die Doppelsiegerin des letzten Jahres, reihte ihren BMW 325 als Zweite bzw. Dritte im Klassement ein. Zum weiteren Erfolg der BMW-Ladys leistete Sarah Ponterlitachek ihren Beitrag in Form eines guten 18. Gesamtranges im 2. Rennen.
Das veranstaltende RRT Scheer hatte keinen eigenen Clubfahrer am Start. Unter den Motorsportlern aus der Donaustadt steht momentan der Motorradrennsport höher im Kurs: So findet am zweiten Septembersonntag wieder das beliebte Supermoto auf dem Areal der Stadthalle in Sigmaringen statt. Hier werden die Fans einige RRT-Lokalmatadore „anfeuern“ können. Bereits am Ende der nächsten Woche veranstaltet die Crew um Jugendleiter Andreas Holzhauer (Sigmaringendorf)  auf dem Moto-Cross-Gelände in Göggingen ein Trainingscamp für die jugendlichen Moto-Cross-Fahrer.
Zufriedene Gesichter machten nach dem Veranstaltungsende am Sonntagabend Rennleiter Walter Viecenz (Sigmaringen), Vorstand und Sportleiter Wunibald Blender (Mengen-Ennetach) sowie Streckenobmann Raimund Röcker (Laucherthal): Die Veranstaltung ging ohne Unfälle oder sonstige Zwischenfälle über die Bühne. Insgesamt waren gut 40 RRT-Funktionäre und Helfer im Einsatz und sorgten für einen reibungslosen Motorsport-Day. Bedingt durch die hohe Teilnehmerzahl und dem Regen konnte die Veranstaltung erst gegen 19 Uhr abgeschlossen werden.

Bericht: Michael Dichtl

Bildtext: Eines der reinrassigen Slalomfahrzeuge -  der VW-Golf GTi (Klasse H 13) von Bernhard Schad aus Rot an der Rot. Leider fiel der getunte Golf schon beim Trainingslauf am Vormittag aus.

                Foto: D. Heller / RRT Scheer